Biologie

Größe und Gewicht:

Igelbabys haben bei der Geburt ein Gewicht von 12 bis 25 Gramm und sind ca. 6 cm lang. Ausgewachsene Igel wiegen zwischen 800 und 1500 Gramm und erreichen eine Länge von 24 bis 30 cm.

Stachelkleid:

Bei der Geburt haben Igel schon etwa 100 Stacheln, ausgewachsene Igel haben 6000 bis 8000 Stacheln.


Sinnesorgane:

Nase:

Der Geruchssinn ist sehr gut ausgeprägt. Bei einem gesunden und aktiven Igel ist die Nase immer feucht, oft tropft sie sogar, wenn er neue Eindrücke aufnimmt.

Ohren:

Das Gehör ist ausgezeichnet: Der Igel kann bis weit in den Ultraschallbereich hören.

Augen:

Beim nachtaktiven Tier ist der Gesichtssinn nur schwach ausgeprägt.


Gebiss:

Igelsäuglinge bekommen mit etwa 3 Wochen Milchzähne, die nach ca. 2-3 Monaten durch die bleibenden Zähne ersetzt werden. Ein erwachsener Igel hat 20 Zähne im Oberkiefer und 16 Zähne im Unterkiefer.

Nahrung:

Igel sind Insektenfresser. Ihre Nahrung besteht in erster Linie aus Laufkäfern, Larven von Nachtschmetterlingen, Regenwürmern, Ohrwürmern, Hundert- und Tausendfüßlern, Nackt- und Gehäuseschnecken, Asseln, und Spinnen.
Achtung: Obst und Gemüse gehören nicht zum Nahrungsspektrum der Igel!


Fortpflanzung:

Je nach Witterung und Klima liegt die Paarungszeit der Igel in Deutschland zwischen Mai und August. Nach einer Tragzeit von ca. 35 Tagen wirft die Igelin einmal im Jahr etwa 2 bis 8 Junge. Die meisten Igelbabys werden bei uns in den Monaten August und September geboren. Augen und Ohren der Igelbabys öffnen sich im Alter von etwa 14 Tagen.

Winterschlaf:

Die nahrungsarme Zeit (etwa von Oktober bis März) überbrücken Igel, indem sie Winterschlaf halten. Sie bauen sich ein kugelförmiges Winterschlafnest unter Hecken und Reisighaufen, in Hohlräumen unter Gartenhäusern und Holzstapeln. Als Nistmaterial dient Laub und kleines Astwerk.


Lebenserwartung:

Igel können ein Alter von sieben bis acht Jahren erreichen. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ca. 2 bis 4 Jahren.

Lebensraum:

Im durchgrünten Siedlungsbereich leben Igel: Busch- und heckenreiches Gelände, Waldränder mit Unterholz, Parks und naturnah gestaltete Gärten bieten Lebensraum für die Stacheltiere.


Natürliche Feinde:

Greifvögel, Dachs und Fuchs können Igel erlegen, auch jagdlustige Hunde sind eine Gefahr.